Wassertiere am Bagger

Der Bagger ist ein wertvoller Lebensraum für viele Tiere. Er bietet Nahrung, Schutz und Brutplätze für Insekten, Amphibien, Vögel und Fische. Die unterschiedlichen Zonen eines See‘s – vom offenen Wasser über die Ufervegetation bis zum Schilfgürtel – schaffen ein vielfältiges Ökosystem.

 typische Teichtiere: Königslibelle, Kammmolch, Graureiher und Stichling.

Königslibelle (Anax imperator)

Steckbrief

  • Größe: bis 8 cm Flügelspannweite bis 11 cm
  • Aussehen: leuchtend blau-grüner Körper (Männchen), grüner Körper (Weibchen), durchsichtige Flügel
  • Lebensraum: stehende oder langsam fließende Gewässer mit reichlich Pflanzen
  • Nahrung: Insekten (vor allem Mücken, Fliegen, kleinere Libellen)
  • Besonderheit: Eine der größten Libellen Europas; fliegt oft sehr schnell und agil über den Teich

Lebensweise

Königslibellen legen ihre Eier ins Wasser auf Wasserpflanzen oder in der Nähe des Wassers ab. Die Larven, sogenannte Nymphen, leben mehrere Monate bis Jahre unter Wasser und sind ebenfalls räuberisch.

Kammmolch (Triturus cristatus)

Steckbrief

  • Größe: 8–16 cm
  • Aussehen: dunkel gefärbt, Männchen haben während der Paarungszeit einen auffälligen gezackten Rückenkamm
  • Lebensraum: Teiche, Tümpel und feuchte Waldränder
  • Nahrung: Insekten, Würmer, kleine Schnecken
  • Besonderheit: Geschützt und in vielen Regionen selten; Amphibienlarven entwickeln sich im Wasser

Lebensweise

Kammmolche verbringen den Sommer oft an Land, kehren aber zum Laichen in Teiche zurück. Die Larven schlüpfen im Wasser und ernähren sich von Kleinstlebewesen. Nach einigen Monaten verwandeln sie sich in junge Molche und wandern an Land.

Graureiher (Ardea cinerea)

Steckbrief

  • Größe: 90–100 cm
  • Aussehen: grauer Körper, weißer Kopf mit schwarzem Scheitel, langer Hals
  • Lebensraum: Gewässer aller Art, Teiche, Flüsse, Seen
  • Nahrung: Fische, Amphibien, kleine Säugetiere
  • Besonderheit: Stiller, geduldiger Jäger, der oft stundenlang regungslos am Ufer steht

Lebensweise

Graureiher sind sehr anpassungsfähig. Sie fangen Beute durch schnelles Zuschlagen mit dem Schnabel. Teiche bieten ihnen sowohl Nahrung als auch Ruheplätze, besonders in ruhigen Uferbereichen mit Schilf.

Stichling (Gasterosteus aculeatus)

Steckbrief

  • Größe: 4–6 cm
  • Aussehen: silbrig, Rücken mit kleinen Stacheln, Jungfische oft durchsichtiger
  • Lebensraum: Teiche, Seen, langsam fließende Gewässer
  • Nahrung: kleine Insektenlarven, Krebstiere, Zooplankton
  • Besonderheit: Männchen bauen kleine Nester aus Wasserpflanzen und bewachen die Eier

Lebensweise

Stichlinge sind wichtige kleine Seebewohner. Sie leben in Gruppen, ernähren sich aktiv von Kleintieren und tragen zur Kontrolle von Insektenpopulationen bei. Die Nestpflege durch das Männchen ist ein besonderes Verhalten unter Fischen.

Bedeutung der Tiere am und im Wasser

Sie erfüllen wichtige ökologische Funktionen:

  • Regulierung der Insektenpopulationen: Königslibellen und Stichlinge fressen viele Larven.
  • Erhalt der Artenvielfalt: Amphibien wie der Kammmolch sind Indikatoren für gesunde Gewässer.
  • Nahrung für andere Tiere: Graureiher und Stichlinge sind Teil der Nahrungskette.
  • Ökosystemdienstleistungen: Teichtiere tragen zur Reinigung des Wassers bei, z. B. durch den Verzehr von Kleinstlebewesen und abgestorbenen Pflanzenresten.


Gefahren für Wassertiere

Diese sind durch folgende Faktoren bedroht:

  • Verschmutzung des Wassers (Pestizide, Abwässer)
  • Zerstörung der Ufervegetation
  • Einführung fremder Arten
  • Klimawandel (Temperaturänderungen und Austrocknung von Teichen und Seen)


Schutzmaßnahmen

  • Teiche/Seen naturnah gestalten, mit flachen Uferbereichen und Pflanzen
  • Keine chemischen Mittel einsetzen
  • Lebensräume von störenden Eingriffen freihalten
  • Amphibienfreundliche Maßnahmen wie Laichhilfen oder Schutz der Larven fördern


Fazit

Der Bagger ist ein dynamisches Ökosysteme, der eine Vielzahl von Tierarten beherbergt. Königslibelle, Kammmolch, Graureiher und Stichling sind nur einige Beispiele für Tiere, die auf gesunde Gewässer angewiesen sind. Sie erfüllen wichtige ökologische Funktionen und tragen zur Artenvielfalt bei. Der Schutz von Gewässern ist daher entscheidend, um diese einzigartigen Lebensräume zu erhalten.